Eine Kindheit zwischen Mode, Mut und Bestimmung
Sie wurde im Gründungsjahr von Luis Trenker geboren, ist mit der Marke groß geworden, und Mode hat ihr ganzes Leben bestimmt. Johanna Klemera ist zweifellos bestens darauf vorbereitet, einmal die Nachfolge ihres Vaters anzutreten – auch wenn er das nie von ihr gefordert hat. “Ich bin froh, dass ich die Entscheidung, ins Unternehmen einzutreten, ohne Druck und ganz eigenständig treffen konnte“, betont sie, die schon als kleines Mädchen ihre Barbiepuppen immer wieder umgezogen und neu gestylt hat und die natürlich von klein auf topmodisch gekleidet war.
Dass ihre Liebe zur Mode schon früh erwachte, lag nicht zuletzt am besonders innigen Verhältnis zu ihrem Vater Michi, der sie schon im Kindesalter auf Messen und zu Kundenterminen mitnahm. Dass sich Johanna dann für ein Modestudium in Mailand entschied, war darum nur ein logischer Schritt. Eher ungewöhnlich war jedoch, dass sie bei Luis Trenker ihren ersten Job im Verkauf antrat – als Shopleiterin im neu eröffneten Store in Meran. „Mir war es erstens wichtig, alle Bereiche des Unternehmens kennenzulernen, und vor allem wollte ich spüren, wie Kund*innen die Marke sehen und was sie von ihr erwarten.“
Echt bleiben: Der wahre Luxus der Mode
Und was ist Johanna Klemeras liebstes Kleidungsstück? Die Antwort ist überraschend: „Ein dunkelblauer Rollkragenpullover von Luis Trenker. Der passt perfekt – zu einem eleganteren Outfit ebenso wie in der Freizeit. Überhaupt finde ich: Man soll tragen, was zu einem passt, und sich nie verkleiden. Authentisch sein ist der beste Stil.“ Am Ende verrät uns die junge Kreative noch einen ganz persönlichen kleinen Traum: „Wenn meine Studienkolleg*innen aus Mailand, die alle so auf High Fashion fixiert waren und mit Luis Trenker gar nichts anfangen konnten, in ein paar Jahren unsere Outfits tragen – das wäre die schönste Bestätigung für mich.“